Musik und Literatur im Häuslinghaus Langwedel / Jugendroman ist fertig
Langwedel – Zu einem Abend mit Literatur und Musik hatte der Langwedeler Kulturverein eingeladen. Ute Skovlund begrüßte dazu erfreulich viele Gäste im Häuslingshaus. Aber es war ja auch ein besonderer Abend. Denn Gert Alsleben war nicht allein als Musiker gekommen, er stellte auch seinen nun vollendeten Jugendroman „Hanna – ein turbulenter Start“ vor.

Alsleben gestaltete diesen Abend, nicht allein, er hatte aus der gemeinsamen Band Souly die Sängerinnen Maria Bothen und Melanie Schierenbeck dabei. Die 31-jährige Melanie Schierenbeck stammt aus Verden, wohnt aber jetzt in Bremen. Sie absolvierte eine Musical-Ausbildung in Hamburg und studierte Lehramt in Oldenburg. Die 37-jährige Maria Bothen kommt aus Hellwege und hat das Singen als Hobby entdeckt. Beide Künstlerinnen überzeugten mit ihren schönen Stimmen, die Musik erreichte die vielen Gäste in jeder Hinsicht.
Gert Alslebens Projekt „Souly“ gibt es bereits seit Jahrzehnten. Die Bindungen und Verbindungen, die zum ganzen Teil noch aus Schulzeiten stammen – Gert Alsleben war Lehrer – halten bis heute. Folglich gibt es nach Möglichkeit zwei große Souly-Konzerte im Jahr. Dazu kommen immer wieder Auftritte in kleiner Besetzung, wie jetzt im Häuslingshaus oder auf privaten Feiern.
Im Wechsel mit der wunderbaren Musik las Gert Alsleben aus seinem just fertiggestellten Jugendbuch vor. Die Geschichte dreht sich um die 13-jährige Hannah. Sie zieht mit ihrem Vater, einem Kripobeamten aus Hamburg, in die kleine niedersächsische Kleinstadt Schönfeld. „Es könnten auch Achim oder Verden sein“, so Gert Alsleben. Eine ruhige Zeit in der Provinz wird es für die Großstadtpflanze Hannah nicht geben.
Sie findet schnell Freundinnen und Freunde, mit denen sie sich schnell und unerwartet in Abenteuer verwickelt wird. Da ist Tim, ein hochbegabter Junge, der eigentlich zwei Klassen überspringen könnte, es aber nicht macht. Tims Vater arbeitet in einer großen Firma. Tim und Hannah beobachten Männer in blauen Overalls mit Waffen, sie werden Zeugen, wie ein Mann, in der einen Hand eine Zigarette, auf eine Frau einschlägt, die sich schützend vor ihr Kind stellt. Ist da organisierte Kriminalität im Spiel? Wann müssen oder sollen sich die Jugendlichen einmischen?
Gert Alsleben las im Laufe des Abends mehrere Passagen, es wurde deutlich, wie er einzelne Erzählstränge miteinander verschränkte, Spannung aufbaute. In dem Roman steckt einige Recherche, selbstverständlich auch unter Jugendlichen, verriet Gert Alsleben, der nun für „Hannah – ein turbulenter Start“ auf der Suche nach einem Verlag ist. Mittlerweile ist der pensionierte Lehrer dabei, sein zweites Buch zu schreiben. Als pensionierter Lehrer hat er ja etwas Zeit, auch wenn ganz viel seiner Aufmerksamkeit Souly und den „kleinen“ Musikauftritten gehören. WHU
Quellenangabe: Verdener Aller-Zeitung vom 09.03.2026, Seite 12
